Ehrungsmatinée Chorverband Kurpfalz-Schwetzingen

Am vergangenen Sonntag lud der Chorverband Kurpfalz-Schwetzingen ins Lutherhaus ein um die Ehrung der vielen langjährigen Mitglieder aus den diversen Chöre unserer Region und des Verbands zu feiern.

Anbei ein paar Impressionen des Tages von Annika Staudt sowie der Zeitungsartikel aus der Schwetzinger Zeitung von Gerhard Rieger:

Der Chorverband Kurpfalz Schwetzingen führte im vorigen Jahr erstmals die Ehrung seiner langjährigen Sängerinnen und Sänger als zentrale Ehrungsmatinee aller seiner Mitgliedsvereine durch. „Es kamen durchweg positive Rückmeldungen aus unseren Chören und deshalb werden wir diese Veranstaltung zur ,Dauereinrichtung‘ machen“, sagte Gerhard Kuhn, der Vorsitzende der Dachvereinigung der hiesigen Gesangvereine. Diese Dauereinrichtung fand nun im Lutherhaus ihre Fortsetzung.

Der guten Erfahrung aus dem Vorjahr folgend konnte Kuhn auch dieses Mal vier Persönlichkeiten gewinnen, die sich während der Matinee als „Ehrungspaten“ zur Verfügung stellten. Diese waren der Bundestagsabgeordnete Olav Gutting, der Landtagsabgeordnete Gerhard Stratthaus, der Schwetzinger Oberbürgermeister-Stellvertreter Dr. Hans-Joachim Förster sowie Stadtrat und IG-Vereine-Vorsitzender Simon Abraham.

Die Geehrten

75 Jahre: Karl Schöner, Leo Sturm.

65 Jahre: Hildegard Heller, Gerhard Böhm, Heinz Bürger, Herbert Fleck, Reinhold Hertlein, Alfred Philipp, Günter Schädlich, Hugo Schäfer, Eugen Schmeißer, Hubert Schrempf, Rudolf Uebelhör.

60 Jahre: Norbert Brandenburger, Gerhard Dörfer, Friedhelm Greiner, Wilfried Junghans, Richard Kneis, Ewald Meyer, Wilfried Niemeier, Heinz Vogelbacher.

50 Jahre: Otto Brandenburger, Walter Hoffmann, Klaus Schmich, Fredy Schwab, Edgar Zahn.

40 Jahre: Simone Brucker, Brunhilde Büssecker, Monika Konrad, Rosemarie Hertlein, Renate Volz, Konrad Dörfert, Willi Egler, Klaus Frommann, Michael Hardung, Uwe Muth, Erich Seitz, Werner Trenkler, Volkmar Schäfer, Walter Weiß.

Über 70 zu ehrende Sänger waren aus den über 30 Vereinen der neun Gemeinden – Altlußheim, Brühl, Hockenheim, Ketsch, Neulußheim, Oftersheim, Plankstadt, Reilingen und Schwetzingen – des Chorverbandes gekommen. Sie erhielten Ehrungen und Auszeichnungen seitens des Badischen und Deutschen Chorverbandes für aktives Singen in ihren heimischen Vereinen. Die Ehrungspaten assistierten bei der Überreichung der Auszeichnungen und verstanden es allesamt hervorragend, durch ihre gehaltvollen Ansprachen die Ehrungen würdevoll zu bereichern.

So zitierte Dr. Förster den Ehrungsblock für die „25-Jährigen“ Friedrich Schillers Gedicht „Die Macht des Gesanges“ und spannte seinen Bogen in die heutige Zeit, in der es darum geht, das Kulturgut „Chorgesang“ für die Zukunft zu sichern.

Simon Araham widmete sich gelungen den „Vierzigern“: Singen öffne die Herzen, verbinde, verändere die Menschen positiv und können die Welt verzaubern.

Für Olav Gutting war dies in seinem folgenden Ehrungsblock wie eine Steilvorlage. Er bezeichnete das Singen als Allheilmittel und so sollte eigentlich jede Sitzung im Bundestag mit einem gemeinsamen Lied beginnen. Seinen Geehrten für 60 Jahre Singen sagte er, es sei aller Ehren wert diesen Kulturbereich zu pflegen.

„Jetzt kommen wir zu den Champions“, freute sich die zweite Chorverbandsvorsitzende Ulrike Eisenmann bei ihrer Ansage für diejenigen, die seit 65 und 75 Jahre singen. Gerhard Stratthaus war es vorbehalten, Ehrungspate für diese Vorbilder im Sängerkreis zu sein. Singen sei für ihn die höchste Form der Kommunikation und der Musik. Für alle Gefühle und Situationen im Leben gebe es Lieder. Neben Wilhelm Busch zitierte er Max Bewers: „Tausend Künste kennt der Teufel, aber singen kann er nicht, denn Gesang ist ein Bewegen unsrer Seele nach dem Licht.“

Als Nachbarsjungen zum Chor

Karl Schöner und Leo Sturm aus Reilingen bekamen für ihre 75 Jahre aktive Sängertätigkeit den meisten Applaus und sogar stehende Ovationen. 1938 schlossen sie sich als zwölf- und 13-jährige Buben dem Kinder- und Jugendchor ihres MGV 1902 Reilingen an.

Singen scheint jung zu halten, das bewies das herzerfrischende Gespräch mit den beiden. „Wir waren Nachbarsbuben und sind heute noch dicke Freunde“, erzählten sie lächelnd. „Damals wie heute ist für uns das gemeinsame Singen mit Gleichgesinnten im Chor die schönste Freizeitbeschäftigung. Außerdem sind Sängerfreundschaften die besten, die es gibt.“

Laudatio auf Gerhard Kuhn

In seinen Schlussworten bedankte sich Gerhard Kuhn bei Ulrike Eisenmann für ihre charmante Moderation der Matinee. Den gastgebenden Vereinen, Sängerbund und Liederkranz Schwetzingen, galten ebenfalls Komplimente. Sie organisierten nicht nur, sondern sorgten mit schönen Liedertiteln für die gelungene gesangliche Begleitung. Der Sängerbund verköstigte zudem die Geehrten und zahlreichen Gäste.

Zwei wichtige Dinge durften zum Abschluss nicht fehlen. Die hervorragende Laudatio von Maria Löhlein-Mader auf den unermüdlichen Vorsitzenden Gerhard Kuhn, der dem Verband auch schon seit 15 Jahren vorsteht und – begleitet von langem Applaus – mit dem Verbands-Ehrenteller ausgezeichnet wurde. Zum Finale erklang aus etwa 300 Sängerkehlen natürlich noch das „Badner Lied“ – welch eindrucksvoller Moment!

 

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